Geschichte des Breakdance Entstehung des B-dance
Es dauerte lange, bis der Breakdance entdeckt und mit der Begeisterung aufgenommen wurde. Anfang der Siebziger gab es auf den Straßen in Amerika auch viele Schlägereien unter Banden, die oft blutig beendeten. Später wollten sich die Banden bekämpfen, ohne sich dabei zu verletzen. So erfanden sie, sich auf die tänzerische Art zu bekriegen. Der B-dance entstand in den Jahren 1973-1975. Der damals in Neu York sehr populärer DJ Kool Herc nannte die Tänzer als B-Boys. Die Abkürzung „B“ stand für „Break“. Kool Herc hat aus Langeweile versucht mit den Fingern die Lieblingsstelle seiner Schallplate zu wiederholen, indem er sie einfach zurückdrehte. Er steigerte seine Technik und probierte sie bald mit zwei Schallplatten. Der DJ spielte zwei Platten abwechselnd ab. In der kleinen Pause, die „Break“ genannt wurde, tanzten dann einige Breaker. So bekam dieser Tanzstil den Namen „Breakdance“. B-dance bekam immer größeres Aufsehen. Er wurde von vielen Leuten auf öffentlichen Plätzen und Straßen getanzt. Ursprünglich wurde B-dance als B-boying genannt und diente zum Ersatz für die Gewalt. Die Tänzer ließen sich auf den Boden fallen, drehten sich dort und sprangen wieder passend zur Musik hoch. Anfang der achtziger Jahre war dieser Tanzstil über Video-Clips weltweit verbreitet. 1983 entstand der Flim über B-Boying „Flashdance“ und so wurde dieser Tanzstil in kurzer Zeit sehr populär. Filme wie „Flashdance“ (1983) oder „Beat Street“ (1984) machten den B-dance weltweit bekannt. Später stellten die Medien den Tanz als B-dance der breiten Öffentlichkeit vor. B-dance ist dementsprechend ein Synonym für B-Boying. B-dance wurde von solchen Persönlichkeiten inspiriert wie James Brown und Michael Jackson. 1986 endete die Modewelle auf B-dance. Ab 1990 hat dieser Tanzstil wieder an Bedeutung gewonnen.
B-dance als Kunst
Man sah plötzlich fast in jeder Fußgängerzone Breakdance Tänzer, welche die akrobatische Tänze und Ihr Können präsentierten. B-dance ist eine Kunst. Wichtig ist dabei, dass man eigene Kreativität entwickelt sowie neue Bewegungen ausdenkt. Das Becken ist das Bewegungszentrum des Tanzes. Bodennahen Drehbewegungen, verschiedene akrobatische Saltos, Sprünge sind für diesen B-dance charakteristisch. Der Tänzer braucht aber neben Ausdauer auch das ganze körperliche Training. Gute Arm- und Bauchmuskeln sind wichtige Voraussetzungen für einen B-dancer. Heutzutage verfügen viele Tänzer über athletische Fähigkeiten. Bei einem B-dance unterscheidet man zwischen den selbsterfundenen Bewegungen, sogenannten Styles, und Powermoves. Das sind beispielsweise Headspines und Windmelles. Die Breaker kreierten auch neue Figuren aus den Bewegungen von Jacky Chan in den Kung-Fu Filmen. Die neuste B-dance-Variante ist „Krumping“. Hip-Hop New Style besteht aus der Kombination von Krumping, Popping, Locking, Boogalo u.a.m. Diesen Körpertechniken wurde aber von jedem Breaker seine eigene und individuelle Note gegeben. Wichtig sind vor allem dabei die Originalität eines Tänzers, die perfekte Beherrschung der einzelnen Bewegungen und die rhythmische Übereinstimmung mit der Musik. Es kommt nicht darauf an, die tollen Kleider zu tragen, sondern gut zu tanzen. Der B-dance Tänzer stellt sich ein eigenes kleines Programm zusammen, damit seine Show beim Publikum gut ankommt. Bei diesem Tanz gibt es keine festen Regeln. Man tanzt, weil es Spaß macht.
B-dance Crews
Einige Tänzer bildeten auch Gruppen, die Crews genannt wurden. Man veranstaltete Wettkämpfe auf nationaler und internationaler Ebenen. So konnte man sich für die beste B-dance-Crew der Welt für ein Jahr lang qualifizieren lassen. 1976 formierten sich die ersten Crews, z. B. Zulu King. Die Rock Steady Crew wurde 1980 gegründet. Ihre Tänzer wurden als die Vorwärter des B-dance angesehen. Heute trainieren sie immer noch die Jugendlichen in New York und tragen dazu bei, den B-dance in der ganzen Welt bekannt zu machen. Die zwei Crews traten gewöhnlich in einem Battle an und tanzten gegeneinander. Bei dem Wettbewerb gibt es bestimmte Verhaltensregeln. Ma soll das absichtliche Berühren des Gegners vermeiden, um nicht disqualifiziert zu werden. Der Battle oft he Year, der auch BOTY genannt wird, ist der größte internationale Breakdance-Wettbewerb der Welt und findet jedes Jahr in Braunschweig statt. Besonderer Wert wird auf die Show einer Gruppe gelegt. Das IBE (International Breakdance Event), das jährlich in Heerlen stattfindet, ist inzwischen auch zu einem der wichtigsten internationalen Battles geworden. Vor allem in den USA gibt es verschiedene B-dance-Wettbewerben und große Outdoor-Events. Die Wettkämpfe ziehen große Zuschauermengen an. Elemente des Hip-Hop werden dabei mit Rap oder Graffiti kombiniert. Jeder Battle lässt die Kreativität der Tänzer steigen. Sie versuchen dabei mit immer besseren Körpertechniken zu beeindrucken und ihren individuellen Stil zu finden.
Hip-Hop-Kultur
B-Boying ist ein wichtiges Element der Hip-Hop-Kultur. Zur Hip-Hop Kultur gehören vier Elemente: Rap, DJing, Graffiti und B-dance. Weltweit wird dieser Tanzstil, der sich als frei von Grenzen der Rasse und des Alters begreift, als neue Kulturform anerkannt. B-dance wird zu Pop, Funk oder Hip-Hop getanzt. Hip-Hop bezeichnet sowohl eine Musikrichtung als auch die Jugendkultur. Hit-Hop-Muisk stammt aus den schwarzen Ghettos der USA und geht auf ihre Vorläufer Lovebug Starski und DJ Hollywood zurück. Seit Anfang der 1990er hat sich Hip-Hop weltweit verbreitet. Die Interpretationen aus den USA sind dabei tonangebend. Hip-Hop als kulturelle Bewegung hat sich zu einer weltweiten Jugendkultur entwickelt. Diese Kultur wird hauptsächlich auf der Straße gelebt. Hip-Hop ist zunehmend auf die Rapmusik fixiert. In der Hip-Hop-Jugendkultur hat sich ein eigener Jargon entwickelt. Musik, Lyrik und Ethik sind wesentliche Bestandteile der Br-dance Tanzkultur.
Breakdance Tanzschulen
B-dance ist zu einem globalen und multikulturellen Tanz geworden. Heute gibt es überall in der Welt B-dance Tänzer. In der modernen B-dance Tanzform unterscheidet man verschiedene Tanzstile: Popping, Locking, Boogalloo sowie Hip-Hop. Man kann B-dance überall tanzen, alleine und in der Gruppe. Man lernt die Grundschritte und Grundlagen von dem B-dance meistens mit Freunden auf der Straße, aber auch in Jugendzentren und Tanzschulen. Die neu entwickelte B-dance Tanzrichtung wird bereits in vielen Tanzschulen unterrichtet. Man sollte aber schon ein Basiswissen in dem D-dance haben, bevor man in die Tanzschule oder in den Tanzkurs kommt. Für Menschen ohne Erfahrung ist es besser, sich in einen Anfängerkurs einschreiben lassen. Am besten ist es das Tanzprogramm am Breakdance Tanzkurs mit einer Probestunde zu testen. In der Tanzschule werden die Elemente der Akrobatik und Kampfsport beigebracht. Kinder lernen die Grundelemente von B-dance in spielerische Form mit Hilfe der Tanzpädagogen. Man kann B-dance fast in jedem Alter und auch ohne Vorerfahrungen erlernen, wenn man genügend Motivation hat. B-Dance ist ideal für alle, die seinen Körper in Form bringen wollen. |